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INspiRE

Jean-Monnet-Centre of Excellence

Das Projekt

Team

Team INspiRE

Das Forschungsprojekt „INspiRE“ (Jean-Monnet-Centre of Excellence – European Integration – Rule of Law and Enforcement) macht sich zur Aufgabe, die Forschung über das Europarecht auf den Blickwinkel der Rechtsdurchsetzung zu fokussieren. Recht darf nicht nur als „law in the books“ existieren, sondern muss „gelebt“ werden, denn nur wenn Recht durchgesetzt werden kann, besteht eine qualitativ hochwertige Rechtsordnung, deren Normen eingehalten werden.

Am Projekt beteiligt sind Prof. Dr. Möllers, Prof. Dr. Wollenschläger, Prof. Dr. Wurmnest (alle Augsburg), Prof. Dr. Gsell (München), Prof. Dr. Ferrand (Lyon), Prof. Dr. Camilleri (Palermo) und Prof. Dr. Zhang (Peking).

Das Projekt umfasst im Wesentlichen drei Säulen. Diese sind:

  • (i) Die Durchführung von zwei Fachtagungen.
  • (ii) Eine Podiumsdiskussion für interessierte Bürgerinnen und Bürger
  • (iii) Die Übersetzung von ausgewählten BGH Urteilen ins Englische.

Europa ist im Umbruch? Ist Europa auch in einer Krise? Die Finanzkriese, Griechenlandkrise, die Flüchtlingskrise haben Zweifel geweckt, ob europäisches Recht noch angewendet und beachtet wird. Das Jean-Monnet Centre of Excellence (INspiRE) zur Erforschung der Rechtsdurchsetzung will dazu verschiedene Teildisziplinen des Rechts verbinden sowie interdisziplinär zusammenarbeiten, weil sich ähnliche Fragestellungen auch in anderen Mitgliedstaaten stellen. Bei Tagungen und Vorträgen werden Wissenschaftler und das studentische Publikum eingebunden. Zudem besteht eine Zusammenarbeit mit der bayerischen Justiz und der Rechtsanwaltskammer München, sowie der Stadt Augsburg, um Praktiker und die allgemeine Öffentlichkeit einzubeziehen. Bei den Tagungen soll vor allem die Rechtsdurchsetzung im Beihilferecht, Wettbewerbsrecht, Verbraucherschutzrecht, Kapitalmarkt- und Gesellschaftsrecht in den Fokus gerückt werden.

Mit der Podiumsdiskussion wurden die Fragen der Rechtsdurchsetzung in Europa insbesondere nicht nur dem Fachpublikum zur Diskussion gestellt, sondern gerade die breite Bevölkerung erreicht. Ziel ist es, mehr Verständnis bei den Bürgern für die Zusammenhänge zwischen nationalem und europäischen Recht zu schaffen. Das Thema „Sammelklagen – Fluch oder Segen für Verbraucher?“ war, und ist immernoch, gerade im Hinblick auf die aktuelle VW-Abgasaffäre diskussionsbedürftig. Dem einzelnen EU-Bürger ist es bislang nur schwer möglich, gegen den VW Konzern erfolgreich zu prozessieren. Das Institut der Sammelklage könnte hier für mehr Rechtsschutz sorgen. In anderen Jurisdiktionen wie beispielweise den USA hat die sog. „class action“ bereits eine lange Tradition. Es ist daher erforderlich, sich auch ein rechtsvergleichendes Bild dieses Instituts zu verschaffen. Bei der Podiumsdiskussion sind einige bekannte Experten aus Forschung und Wirtschaft aufeinandergetroffen.

Die etablierte Datenbank zum deutschen und europäischen Wirtschaftsrecht „CAPLAW“ (www.caplaw.eu) wurde und wird weiterhin um nationale Rechtsprechung mit europarechtlichem Bezug erweitert. Konkret werden nationale, obergerichtliche Entscheidungen, die nach einem Vorabentscheidungsverfahren beim EuGH ergangen sind in die englische Sprache übersetzt. Dadurch wird Rechtswissenschaftlern in Europa und der ganzen Welt ermöglicht rechtsvergleichend zu untersuchen, wie Urteile des EuGH nationale Entscheidungen beeinflussen können und die Rechtsdurchsetzung in den einzelnen Mitgliedstaaten zu beurteilen.

Zuletzt speilen die aktuellen Fragen der Rechtsdurchsetzung auch eine größere Rolle in der Lehre. In die bereits existierenden zahlreichen Vorlesungen zum europäischen und internationalen Recht an der Universität Augsburg, aber auch in Gastvorlesungen an internationalen Partneruniversitäten fließen die Forschungsergebnisse des Projekts mit ein und werden so den Studierenden nähergebracht.


Kontakt:

INspiRE – European Integration – Rule of Law and Enforcement
Jean Monnet Centre of Excellence
Universität Augsburg, Juristische Fakultät
Projektkoordinator:
Professor Dr. Thomas M.J. Möllers
Universitätsstraße 24
86159 Augsburg/Germany
Phone +49 (0) 821 598 - 4516
Fax +49 (0) 821 598 - 4517
thomas.moellers@jura.uni-augsburg.de
www.caplaw.eu/inspire/

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Mit 100.000 Euro fördert die EU ein von Rechtswissenschaftlern der Universität Augsburg koordiniertes Jean‐Monnet Centre of Excellence „European Integration – Rule of Law and Enforcement“.

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